Petrus Lombardus

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Petrus Lombardus (* um 1100 in Lumellogno bei Novara; † 3. Mai 1160) war ein Scholastiker und Bischof. Er wird auch Magister sententiarum genannt.

[Bearbeiten] Leben

Petrus Lombardus studierte in Bologna, Reims und Paris unter anderem bei Hugo von St. Viktor und Petrus Abaelardus. 1159 wurde Petrus Lombardus zum Bischof von Paris gewählt. Petrus Lombardus starb bereits am 3. Mai 1160.

[Bearbeiten] Werk

Das Hauptwerk des Petrus Lombardus sind seine vier Bücher Sententiae, die anhand sorgfältig ausgewählter Aussagen (Sentenzen) der Kirchenväter und Kirchenlehrer eine systematische Darstellung der gesamten Theologie, zentriert um die Hauptthemen Trinität (Buch I), Schöpfung (II), Inkarnation (III) und Sakramente (IV), zu geben versuchen. Eine erste, nicht mehr erhaltene Fassung ist nicht vor 1142 entstanden, die erhaltene zweite wurde 1158 beendet. Dieses Werk war das folgenreichste seiner Art und trug dem Verfasser im mittelalterlichen Lehr- und Zitierbetrieb den Ehrentitel eines 'Magister Sententiarum' ein. Die Kommentierung seiner Sententiae wurde seit dem 13. Jahrhundert zu einem festen Bestandteil des theologischen Magisterstudiums. Dieser Übung verdanken sich dann auch die bedeutenden Sentenzenkommentare etwa von Albertus Magnus, Bonaventura, Thomas von Aquin und Johannes Duns Scotus, die zu den wichtigsten Zeugnissen der mittelalterlichen Theologie zählen.

Petrus Lombardus hat außerdem bedeutende Bibelkommentare verfasst, insbesondere zu den Psalmen (PL 191,31-1296) und zu Paulus (PL 191,1297-1696; PL 192,9-519), die als 'Magna Glossatura' in die Standardglosse des Mittelalters, die Glossa Ordinaria, aufgenommen wurden und dadurch quasi-kanonische Geltung für die nachfolgenden Jahrhunderte erlangten.

Erhalten sind ferner einige Predigten, die zum Teil unter dem Namen von Hildebert von Lavardin überliefert sind.

[Bearbeiten] Weblinks


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