Filmwirtschaft

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Die Begriffe Filmwirtschaft und Filmindustrie bezeichnen jenen Wirtschaftszweig, der sich mit der Herstellung, Vervielfältigung und dem Vertrieb von Kino-, Fernseh- und anderen Filmen beschäftigt. Dies schließt Unternehmen wie Filmproduzenten und Filmverleiher mit ein.

Der Begriff Filmindustrie ist inhaltlich eigentlich falsch, da es sich nicht oder nur zu geringen Teilen um Industrie handelt. Er hat seinen Ursprung in dem englischen falschen Freund film industry, der korrekt übersetzt Filmbranche heißt. Dennoch wird er häufiger verwendet als die inhaltlich passenderen Begriffe Filmwirtschaft oder Filmbranche.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Produktion

Hauptartikel: Filmproduktion

Filmherstellung ist sehr kostspielig und beschäftigt in der Drehvor- und Nachbereitung Dutzende von Profis; während des Drehs sind zwischen fünf (Nachwuchs- oder Reportageproduktion) und hundert Menschen (Erzählkino à la Hollywood) am Drehort. Bedeutend ist daher die Frage der Filmfinanzierung. Weltweit wurden im Jahr 2005 4.603 Spielfilme hergestellt, die meisten davon in Indien, gefolgt von den Vereinigten Staaten.

[Bearbeiten] Filmverleih und -vertrieb

In den Industrienationen bzw. der westlichen Welt wird der Filmverleih- und -vertrieb zumeist von US-amerikanischen Unternehmen dominiert. Diese konnten von Beginn an mit Hilfe des großen amerikanischen Marktes eine gewinnbringende Struktur von der Herstellung bis zu Vertrieb und Vermarktung aufbauen. Der in viele Länder und Sprachen aufgeteilte, sowie von zwei Weltkriegen durchrüttelte europäische Markt verfügt hingegen über eine kleine Struktur aus zahlreichen kleinen bis mittleren Unternehmen in Herstellung und Vertrieb. Daher sind europäische Filmproduktionen zumeist von staatlichen Förderungen abhängig, während die auf Massengeschmack ausgerichteten US-Unternehmen bereits auf dem Heimmarkt die Produktionskosten hereinspielen können.

[Bearbeiten] Kinos und Besuche

Hauptartikel: Kino

In der EU wurden 2004 rund 1 Milliarde Kinokarten verkauft. Die meisten Kinobesuche verzeichnete Frankreich mit rund 195 Millionen Besuchen. Das einwohnermäßig größte europäische Land, Deutschland, verzeichnete mit 156,7 Millionen Besuchen die zweithöchste Besucherzahl. 2005 gingen die Besucherzahlen jedoch wieder zurück.

Die Jahreshitlisten der meistgesehenen Filme dominieren fast ausnahmslos US-amerikanische Filme. Je nach staatlichen Förderungen und Gesetzen verzeichnen nationale Produktionen in Europa zwischen 1,7 % (Belgien) und 38,4 % (Frankreich) der Besuche. In Deutschland entfallen 1,9 % aller Besuche auf deutsche Filme, in Österreich sind es 2,4 % bei österreichischen Filmen.

[Bearbeiten] Siehe auch

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